Ein Reallabor für die Lüftung der Zukunft

Ein Reallabor für die Lüftung

Mit ihrem neuen Bürogebäude im schwäbischen Donauwörth haben Obel Architekten eine hochmoderne Arbeitsumgebung geschaffen, die gleichzeitig als innovatives Reallabor dient. Hinter der markanten Lamellenfassade kommt modernste Lüftungstechnik von Schüco zum Einsatz. Die Systeme werden im laufenden Betrieb getestet und wissenschaftlich begleitet. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie sich Gestaltung, Komfort und technische Innovation überzeugend verbinden lassen.

Das architektonische Erscheinungsbild des Neubaus wird maßgeblich durch die vorgesetzte Lamellenfassade aus Holz geprägt. Die vertikal angeordneten, jeweils 14 m langen und 80 mm breiten, sägerauen Fichtenholzbalken erzeugen ein lebendiges Spiel aus Licht und Schatten und verleihen dem Gebäude eine fast skulpturale Wirkung. „Gleichzeitig schützen sie die dahinterliegende Gebäudehülle vor direkter Sonneneinstrahlung, reduzieren so die sommerliche Aufheizung der Fassade und tragen damit zur passiven Kühlung bei“, wie Architekt Wolfgang Obel erklärt. „Zugleich lässt die Lamellenfassade ausreichend Tageslicht ins Innere und bewahrt den Sichtbezug nach außen.“ Konstruktiv dient sie zudem als Tragstruktur für die dahinter auf sämtlichen Ebenen durchlaufenden Stahlbalkone, die zugleich als zweiter Rettungsweg dienen. Sämtliche Außenwände, tragenden Innenwände und Geschossdecken des Neubaus sind in Stahlbeton ausgeführt, um so eine optimierte Speicherfähigkeit zu erreichen. Die in den Sommermonaten gespeicherte Nachtkühle sorgt tagsüber für ein angenehmes Raumklima.

Drei verschiedene Lüftungsvarianten unter einem Dach

Im Innenraum findet sich auf allen vier Ebenen ein quadratischer Grundriss mit zentralem Versorgungskern. Sorgfältig detaillierte Oberflächen und natürliche Materialien schaffen in sämtlichen Bereichen ein angenehmes Raumgefühl und eine ruhige, konzentrierte Arbeitsatmosphäre. Weiter optimiert wird die Behaglichkeit durch die Integration modernster Konzepte zur Belüftung, Klimatisierung und Gebäudesteuerung, deren Einsatz hier unter realen Bedingungen wissenschaftlich begleitet wird. Kern des Forschungsansatzes ist der direkte Vergleich dreier verschiedene Lüftungskonzepte, von der klassischen Fensterlüftung bis zur hochautomatisierten Lösung, die hier geschossweise umgesetzt sind.

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