Faktisch jede Person hinterlässt heute digitale Spuren im Internet – auf LinkedIn, Instagram, Facebook oder X. Für HR-Verantwortliche können diese Spuren wertvolle Einblicke liefern, etwa in die Fachkompetenz oder das öffentliche Auftreten eines Kandidaten. Gleichzeitig ist Social Media Screening in der Schweiz eine rechtliche und ethische Grauzone: Wo endet die legitime Recherche und wo beginnt das digitale Stalking?
Professionelle Screener verlassen sich nicht auf unstrukturierte Google-Suchen, sondern nutzen OSINT-Methoden (Open Source Intelligence): die gezielte, strukturierte Suche in öffentlich zugänglichen Quellen. Ein unstrukturierter ‚Google-Check‘ ist fehleranfällig (Namensgleichheiten, veraltete Treffer, Kontextverlust) und kann schnell unverhältnismässig wirken. Wenn online recherchiert wird, dann rollenbegründet, klar begrenzt und mit Dokumentation von Quelle, Datum und Bezug zur Stelle.
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